Bluthochdruck (Hypertonie): Die unterschätzte Rolle von Insulinresistenz

Bluthochdruck (Hypertonie): Die unterschätzte Rolle von Insulinresistenz

Heute sprechen wir über ein wichtiges Thema:

Bluthochdruck, medizinisch auch als Hypertonie bekannt.

Wo fangen wir an?

Zunächst einmal ist es wichtig zu wissen, dass es zwei Hauptarten von Hypertonie gibt:

 

1. Sekundäre Hypertonie

Diese Form entsteht als Folge einer anderen Grunderkrankung – beispielsweise bei Nierenschäden oder chronischer Nierenerkrankung (z. B. während der Dialyse).

In solchen Fällen ist der Bluthochdruck ein Symptom und nicht die eigentliche Erkrankung.

 

2. Primäre (oder essentielle) Hypertonie

Diese Form tritt ohne erkennbare Ursache auf.

Man spricht auch von idiopathischer Hypertonie – das bedeutet, dass die genauen Auslöser medizinisch nicht eindeutig geklärt sind.

Eine Heilung gibt es offiziell nicht, aber sie ist behandelbar – meist mit Medikamenten, Salzreduktion und Diuretika (Entwässerungsmitteln).

Doch genau hier wird es spannend:

Bluthochdruck tritt häufig im Rahmen eines größeren Syndroms auf – dem sogenannten metabolischen Syndrom.

Dieses besteht aus:

  • Bauchfett
  • Bluthochdruck
  • Insulinresistenz
  • Erhöhten Blutzuckerwerten
  • Erhöhten Cholesterinwerten

 

Die zentrale Rolle von Insulinresistenz

Wenn man tiefer in das Thema Insulinresistenz eintaucht, wird klar:

Sie ist nicht nur ein Risikofaktor, sondern eine der Hauptursachen für Bluthochdruck und die anderen Symptome des metabolischen Syndroms.

Was bewirkt Insulinresistenz im Körper?

  • Sie erhöht den Insulinspiegel dauerhaft.
  • Sie führt zu steifen und verhärteten Arterien – was den Blutdruck steigen lässt.
  • Sie fördert die Natriumretention (Salzrückhaltung) – was wiederum Wasser im Körper bindet und den Druck erhöht.
  • Gleichzeitig kommt es zu einem Kaliumverlust, denn Natrium und Kalium stehen in einem empfindlichen Gleichgewicht.

Ein Kalium-Mangel kann ebenfalls Bluthochdruck auslösen.

Viele Menschen essen jedoch zu wenig Gemüse, um ihren Bedarf zu decken:

Rund 4.000 mg Kalium pro Tag wären notwendig – das entspricht 7 bis 10 Tassen Gemüse oder Salat täglich.

Wer das nicht schafft, riskiert langfristig einen Mangel.

Doch das Hauptproblem ist meist nicht Salz – sondern ein zu hoher Insulinspiegel, der die Kaliumaufnahme blockiert, das Natrium im Körper erhöht und damit den Blutdruck antreibt.

 

Fazit: Der fehlende Zusammenhang

Viele Forschungsergebnisse sprechen nur von einem Zusammenhang („assoziierter Faktor“) zwischen Insulinresistenz und Bluthochdruck.

Doch in Wirklichkeit ist Insulinresistenz häufig die Ursache – und Bluthochdruck nur ein Symptom davon.

 

Was kannst du tun?

Um den Bluthochdruck an der Wurzel zu packen, solltest du deinen Insulinspiegel senken.

Hier sind einige effektive Maßnahmen:

  1. Intervallfasten in den Alltag integrieren.
  2. Zucker und verarbeitete Kohlenhydrate reduzieren – sie treiben den Insulinspiegel nach oben.
  3. Mehr Gemüse essen – täglich 7 bis 10 Tassen (für ausreichend Kalium).
  4. Eine ketogene Ernährung in Betracht ziehen – sie hilft, den Blutzuckerspiegel dauerhaft zu stabilisieren.

 

Wenn du den Bluthochdruck nachhaltig verbessern willst, solltest du nicht nur Symptome behandeln, sondern die Ursachen verstehen – und in diesem Fall führt kein Weg an der Insulinresistenz vorbei.

Ich empfehle dir, weiter zu diesem Thema zu recherchieren – es lohnt sich, den Körper ganzheitlich zu verstehen.

 

Bei Fragen oder wenn du Hilfe brauchst,

kontaktier mich. @aignerelias